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Flucht nach Vorn


Idee

 

Im Rahmen des Projekts „Finger-setzen“ werden die Besucher/innen der 2051. Smart Life in the City zur spielerischen Partizipation aufgefordert. Mit bunter Tinte und dem eigenen Fingerabdruck wird aus vielen einzelnen ein Gesamtbild der Vielseitigkeit und Diversität erzeugt, welches sich über den gesamten Stadtraum der Installation Hypotopia zieht.

 

Ziel und Wirksamkeit

Kein Fingerabdruck gleicht dem Anderen, die Wissenschaft geht von einer Einzigartigkeit dieses biologischen Codes (auch Daktylogramm genannt) aus. Was könnte also Individualität besser ausdrücken? Allerdings haben die biometrischen Eigenschaften vor allem für AsylwerberInnen, welche sich dem Dublin II Verfahren unterziehen mussten, einen bitteren Beigeschmack. Durch die Freigabe ihres Fingerabdruckes können Staatsgewalten maßgeblich über ihr weiteres Leben verfügen und mit Restriktionen zum Negativen beeinflussen. Sie werden also codiert und verlieren in einer Masse von Daten ihr eigentliches Gesicht. In unserer Installation aber wird der Fingerabdruck wieder heruntergebrochen auf das Merkmal der Persönlichkeit, sowohl als auch für grenzübergreifende Ebenbürtigkeit. Jeder trägt einen gleichwertigen Teil zum Gesamtwerk einer lebenswerten und reizvollen Stadt bei und „einen Fingerabdruck zu hinterlassen“ soll nicht zur eigenen Freiheitsberaubung führen.

Der Einsatz verschiedener Farben soll die Diversität der Einflüsse in einer offenen Gesellschaft unterstreichen, während die anatomische Ähnlichkeit der Fingerabdrücke als Ausdruck der Gleichheit der Menschheit aufgefasst wird.



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