2051: Die Wohnung

Klaus Kada


Das von den ArchitektInnen Klaus Kada sowie Bernd Vlay und Lina Streeruwitz von Studio Vlay und dem Architekturbüro Riepl Kaufmann Bammer geplante und bereits bezogene Quartier im Sonnwendviertel nahe dem neuen Wiener Hauptbahnhof, das Funktionen des privaten Wohnens in den halböffentlichen Raum erweitert, bildet den Hintergrund für die Beschäftigung mit flexiblen Grundrissen für einen richtungsweisenden Sozialbau. Statt Wände trennen verschiebbare Möbelelemente die verschiedenen Räume und deren Funktionen in den von Klaus Kada konzipierten Bauteilen.

Die Veränderbarkeit von Grundrissen und deren Anpassung an sich wandelnde Lebenssituationen – eine Wohnvision, die bisher vor allem an der Normierung des Wiener Wohnbaus scheiterte – wird hier über einen längeren Zeitraum gewährleistet. Die geforderte Rückgabe der gemieteten Wohnung im „Urzustand“ ist nun selbst nach mehrfacher Grundrissänderung problemlos möglich. Partizipation im Entwurfsprozess, d. h. die Einbindung der künftigen NutzerInnen in die Planung, bekommt hier eine Alternative, welche die künftigen BewohnerInnen ermächtigt, selbst und ohne behördliche Genehmigungen und Umbaukosten in die Innenarchitektur ihrer Wohnung einzugreifen. Ein allgemein zugängliches 1:1-Modell der Wohnung macht die Transformation des Raums erlebbar und lädt zum eigenen Experimentieren mit Raum ein.



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